Gute Nachrichten für alle, die ihr Zuhause barrierefrei oder altersgerecht umbauen möchten: Ab 2026 stellt der Bund wieder Fördermittel für entsprechende Maßnahmen bereit. Das KfW-Programm „Barrierereduzierung – Investitionszuschuss“ (455-B) soll mit 50 Millionen Euro ausgestattet werden. Damit reagiert die Bundesregierung auf den wachsenden Bedarf an barrierearmen Wohnlösungen – ein wichtiges Signal für selbstbestimmtes Wohnen in einer alternden Gesellschaft.
Ein Schritt nach vorn – aber nicht genug
Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) begrüßt die Rückkehr der Förderung ausdrücklich. Der Verband hatte sich über Jahre hinweg für die Wiederaufnahme starkgemacht. Präsident Michael Hilpert betont:
„Dass die Förderung nun zurückkehrt, ist ein Erfolg gemeinsamer Anstrengungen von Handwerk, Verbänden und politischen Unterstützern.“

Doch trotz der positiven Entwicklung bleibt Kritik: 50 Millionen Euro reichen bei Weitem nicht aus, um den tatsächlichen Bedarf zu decken. Zum Vergleich: In früheren Jahren standen 75 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung – und diese Mittel waren meist bereits zur Jahresmitte ausgeschöpft. Der ZVSHK fordert daher mindestens 150 Millionen Euro, um Planungssicherheit und eine verlässliche Versorgung zu gewährleisten.
Barrierefreiheit als soziale Notwendigkeit
Mit Blick auf den demografischen Wandel warnt der ZVSHK: Ohne ausreichende Mittel drohen Wartezeiten, Investitionsstaus und fehlende Versorgungssicherheit. Barrierefreie Badezimmer und Wohnräume seien längst kein Luxus mehr, sondern essenziell für die Lebensqualität vieler Menschen.
Der Verband kündigt an, sich weiterhin für eine nachhaltige und bedarfsgerechte Finanzierung einzusetzen – im Interesse von Bürgerinnen und Bürgern wie auch der Fachbetriebe des Handwerks.
Quelle: http://www.zvshk.de/